Technischer Einsatz
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Ölaustritt Archbach - Hüttenmühlsee
Datum / Uhrzeit 21. April 2010 / 14:27
Alarmierung: Pipser
Einsatzmeldung: SAMMELRUF Treibstoff-/Ölaustritt Gewässer: ARCHBACH, Pflach
Einsatzort: Plansee Metall, Archbach bis Pflach, Hüttenmühlsee
Fahrzeuge / Mannschaft: TLFA, LF-B. Ölsperrenhänger / 15 Mann
Weitere Einsatzkräfte: Polizei Reutte, BH Reutte, Gemeinde PFlach, BFI, BFK, Feuerwehr Breitenwang/Mühl, Höfen, Reutte, Betriebsfeuerwehr Plansee
Einsatzdauer: 14: 30 Uhr bis 19:00 Uhr

BERICHT:

Vermutlich durch einen Maschinendefekt, bei der Fa. Ceratitzit, ist eine noch unbekannte Menge Öl ausgetreten und durch einen Kanal in den angrenzenden Archbach gelangt.

Unserer Wehr wurde mittels Piepser um 14:27 Uhr alarmiert. Um 14:40 Uhr rückte der LF-B mit Ölsperre und weiterem erforderlichen Gerät für einen umfassenden Öleinsatz auf Gewässern in Richtung Hüttenmühlsee aus. Beim Eintreffen am Hüttenmühlsee im Bereich des Kraftwerkes konnte noch keine Verunreinigung festgestellt werden und wir begannen sofort die Ölsperre auf den See auszubringen. Das in der Zwischenzeit eingetroffene Boot der Feuerwehr Reutte brauchte nicht mehr in Einsatz gebracht werden.

Anfangs schien der Ölwehreinsatz zwar nicht erforderlich zu sein, da auch nach ca. 30 Minuten kein Öl im Bereich der Ölsperre zu sehen war. Bei einer Erkundung um den Hüttenmühlsee konnte jedoch beim Einlaufe von Archbach in den Hüttenmühlsee ein Ölfilm festgestellt werden. Durch den Starken Nord-West Wind, der zu dieser Zeit herrschte und dem Umstand, dass der Archbach durch das Aufstauen des Plansee fast kein Wasser führte, wurden jedoch nach wie vor nur geringe Mengen von Öl angetrieben. Das meiste Öl verfing sich zwischen den vielen Stauden im Uferbereich. Nachdem vom E-Werk für ca. eine Stunde Wasser vom Plansee in den Archbach abgelassen wurde, löste sich dieses Öl und trieb in Richtung Ölsperre. Im Bereich der Ölsperre und südlich des Hüttenmühlsee wurde schwimmfähiges Bindemittel eingesetzt um diese Ölfelder zu binden.

Im nordöstlichen Teil des Sees wurde das von der Feuerwehr Höfen zur Verfügung gestellte Bioversal (Flüssigkeit, die den Schadstoff Öl biologisch abbaut), das mittels Sprühgerät auf dem Wasser aufgetragen wird, eingesetzt. Da wir an diesem Ufer, aufgrund der Wassertiefe und steilem Gelände bzw. einer Insel an unsere Grenzen stießen, forderten wir ein Boot an. Kurze Zeit nach der Alarmierung der Feuerwehr Breitenwang, traf diese mit Ihrem motorisierten Schlauchboot ein und wir konnten die Ölbekämpfung in den bisher nicht erreichtem Gelände fortsetzen.

Nach dem Sonnenuntergang wurde der Einsatz für diesen Tag beendet, wird aber am nächsten Tag mit einer Spezialfirma fortgesetzt, die die Bindemittel wieder einsaugt und den Uferbereich reinigt.

 

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