Technischer Einsatz
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Hochwassereinsatz - mehrere Keller unter Wasser
Datum / Uhrzeit 23. Juni 2009 / 16:03 Uhr
Alarmierung: Pipser Kommando 16:03 Uhr / Pipser Sammelruf 17:20 Uhr
Einsatzmeldung: Wasserschaden: Pflach, Kirchweg
Einsatzort: Pflach, Kirchweg
Fahrzeuge / Mannschaft: LFB, TLFA, Traktor, Bagger, 18 Mann
Weitere Einsatzkräfte: KDO + Last Höfen mit Großschmutzwasserpumpe, 11 Mann,
BFI Müller K.
Einsatzdauer: 23.06. 2009 16:03 Uhr bis 24.06 2009 20:00 Uhr

BERICHT:

Am 23.06.2009 16:03 wurde die Kommandoschleife Pflach, von der Leitstelle Tirol, mittels Pipser alarmiert. Beim Eintreffen am Kirchweg fanden wir mehrere Keller von Wohnhäusern mit teilweise starkem Wassereinbruch vor.

Bei der Erkundung konnte eigentlich nur das starke Hang- und Oberflächenwasser, durch den starken Regen der letzten Tage, für diese Wassereinbrüche verantwortlich sein. Nach erster Lagebeurteilung konnte die Lage nur durch Anlegen einer Drainage und anschließendem Abpumpen mittels unserer VW-Schmutzwasserpumpe in einen 300 Meter entfernten Schacht bei der Umgehungsstraße Reutte entschärft werden.

Dazu benötigten wir jedoch mehr Personal, das um 17:20 mit Sammelruf nachalarmiert wurde. Weiter´s wurde ein kleiner Bagger eines Ortsansässigen Unternehmers angefordert um die erforderliche Drainage anzulegen. Die für die Entsorgungsleitung benötigten Schläuche und Zusatzpumpen wurden mittels Traktor und Hänger an die Einsatzstelle transportiert.

Für die Leitung wurden insgesamt 30 B-Schläuche ( 600 Meter Schlauchmaterial) benötigt.

Nach der Inbetriebnahme der Leitung konnte eine rasche Verbesserung der Verhältnisse festgestellt werden. Jedoch zwei Stunden später, nach kurzem abstellen der Pumpe für das nachtanken von Treibstoff, ließ sich die Pumpe nicht mehr starten. Nach zahlreichen Versuchen wurde ein Ortsansässiger Mechaniker um Hilfe gebeten. Dieser konnte jedoch feststellen, dass die Zündspule einen Defekt hatte und die Pumpe vor Ort nicht repariert werden konnte.

In der Zwischenzeit war das Wasser wieder auf die ursprüngliche Höhe angestiegen. Da wir über keine zweite, für diese Leitungslänge geeignete Pumpe verfügten, wurde von uns die in Höfen stationierte Großschmutzwasserpumpe angefordert. Mittels dieser Pumpe konnte der Wasserstand massiv abgesenkt und gehalten werden.

Die Keller wurden während der gesamten Zeit ebenfalls ausgepumpt bzw. mit den Wassersaugern gereinigt. Gegen 23:00 Uhr rückte die Feuerwehr Höfen, nach Einschulung unserer Maschinisten auf der Großschmutzwasserpumpe, wieder ein.

Mittels Schichtdienst wurde bis weit in den nächsten Tag die Einsatztätigkeit fortgesetzt.

Fazit: Nach Besichtigung und Erkundung des Geländes während des Einsatzes konnten wir leider nur feststellen, dass hier bei der Planung der Siedlung überhaupt kein einziger Abfluss eingeplant wurde. Es wurde zwar eine neue Straße mit Kanal und allen Anschlüssen gebaut, fürs Regenwasser ist aber überhaupt nirgends eine Vorkehrung getroffen werden. Hier ist die Gemeinde noch gefordert, denn wenn wirklich alle Grundstücke verbaut werden ist hier schon bei jedem normalem Gewitterregen mit Problemen zu rechnen, vor allem weil hier auch nirgends ein natürlicher Ablauf zu finden ist.

HW000

 

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