Stadelwerk in Vollbrand
21.05.2003 / Beirer Andres
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Wenige Minuten nachdem die Aufräumarbeiten der Alarmprobe beendet waren kam ein Nachbar in den Schulungsraum gerannt und meldete, daß der an das Feuerwehrgrundstück angrenzende Stadelkomplex brennt.

Beim Blick aus dem Fenster sahen wir, das der Vorderteil des ca. 40 Meter entfernten Stadels bereits in Vollbrand stand. 14 Mann von der Übung waren noch in der Halle anwesend und begannen sofort mit der Brandbekämpfung. Wir setzten einen Notruf bei der Gendarmerie Reutte ab damit diese die Sirenen und Piepser auslöst und, da wir den Atemschutz in Einsatz brachten, die Nachbarfeuerwehr aus Reutte alarmiert.

2 Minuten nachdem wir über den Brand informiert wurden, konnte bereits "Wasser marsch" für das B-Rohr gegeben werden. Kurz zuvor barsten die Scheiben im Bereich der Schnitzstube und der gesamte Innenbereich des Hauptstadels standen binnen Sekundenbruchteilen in Vollbrand.  

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Von uns wurden 1 B-Rohr und 2 C-Rohre vom Hydranten der Feuerwehrhalle und weitere 3 C-Rohre mittels TS12 in Einsatz gebracht.  Die Brandbekämpfung gestaltete sich schwierig, da der gesamte Komplex bis zum Giebel mit Brennholz und Holzspänen befüllt war. Der Brand konnte von uns binnen 5 Minuten, noch vor dem Eintreffen der Feuerwehr Reutte, unter Kontrolle gebracht werden. Besonders schwierig gestalteten sich die Löschversuche im Bereich des Dachbodens. Dort waren Kunststoffplatten gelagert, welche brennend zu Boden tropften und sich immer wieder entzündeten. Hier konnten wir nur mittels AS-Trupp vom Dach her einen Löschversuch starten.  Auf der anderen Dachseite begann die Feuerwehr Reutte mittels der Drehleiter ebenfalls das Dach zu öffnen und mit HD den Brand abzulöschen.

Da der Teufel nicht schläft, musste die Drehleiter Reutte zu einem Wohnungsbrand abgezogen werden, der zwischenzeitlich gemeldet wurde. Nach 2 Stunden konnten wir "BRAND AUS" vermelden. Während der Nachtstunden mussten von der Brandwache noch einmal die auflodernden Flammen und paar kleinere Glutnester abgelöscht werden.

Ein Kamerad musste mit Verdacht einer Rauchgasvergiftung in das Krankenhaus Reutte gebracht werden. Er konnte jedoch das Krankenhaus bereits am nächsten Morgen wieder verlassen.

Resume: Durch den Umstand, das zahlreiche Leute bereits in der Feuerwehrhalle anwesend waren, konnte Schlimmeres verhindert werden. Nicht Auszudenken, was passiert wäre, wenn der Brand irgendwann in der Nacht ausgebrochen wäre. Zum einen wäre eine Zufahrt zur Feuerwehrhalle nur erschwert möglich gewesen und zum anderen wäre das nur 5 m entfernte Doppelhaus akut gefährdet gewesen.

 

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